Ältere MigrantInnen im Quartier- Stützung und Initiierung von Netzwerken der Selbstorganisation und Selbsthilfe
Forschungsprojekt AMIQUS
Das kooperative Forschungsprojekt „Ältere Migrant(inn)en im Quartier“ setzt sich mit den Bedingungen und Ressourcen für eine angemessene Lebensführung älterer Menschen mit Migrationshintergrund auseinander. Dabei geht es auch um die Barrieren, die sie an der Realisierung ihrer Vorstellungen vom Leben im Alter hindern.
Als Projekt einer „praktisch einhakenden, kooperativen Sozialforschung“ geht Amiqus davon aus, dass nachbarschaftliche Unterstützungssysteme zu stärken und die Selbstorganisation der eigenen Interessen zu unterstützen, ein zentraler Schlüssel zur Verbesserung der Lebensqualität der älteren Migrant(inn)en im Quartier ist.
Dazu ist eine differenzierte Betrachtung der sehr heterogenen Gruppe älterer Menschen mit Migrationshintergrund sinnvoll und auch die unterschiedlichen Stadtteil- und Quartiersstrukturen, die Teilhabe ermöglichen oder erschweren können, wird in Amiqus abgebildet.
Das Projekt wird an den vier Forschungsstandorten in Wiesbaden (Biebrich, Westend), Fulda (Aschenberg) und München (Hasenbergl, Harthof) in einem Förderzeitraum von 3 Jahren umgesetzt und verfolgt praxisrelevante Ziele an der Schnittstelle zwischen Integrationsarbeit, Altenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement.
In den vier Forschungsquartieren wurden jeweils Projektgruppen älterer Migrant(inn)en in Kooperation mit den Trägern der GWA und Stadtteilarbeit gebildet. Im Projekt werden ältere Menschen mit Migrationshintergrund so in den Prozess der Problemdefinition, Lösungsfindung und partizipativen Projektentwicklung im Sozialraum integriert. Gemeinsam mit den Praxispartnern bzw. zuständigen Trägern einer stadtteilbezogenen Sozialen Arbeit, insbesondere aus dem Bereich der Alten- und Migrations- bzw. Integrationsarbeit bzw. den Praxispartnern sollen Projekte iniitiert werden.
Projektleitung und Kontakt
Hochschule Rhein Main, FB Sozialwesen
Prof. Dr. habil Michael May, Dipl. Erzwiss.
Hochschule Fulda, FB Sozialwesen
Prof. Dr. habil. Monika Alisch, Dipl. Soz.

