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Projektziele


Im Zentrum des Projektes AMIQUS stehen die Bedingungen und Ressourcen – aber auch die Barrieren für eine angemessene Lebensführung älterer Menschen mit Migrationshintergrund in unterschiedlich strukturierten Quartieren deutscher Städte. Dazu ist eine differenzierte Betrachtung der heterogenen Gruppe älterer Migrant(inn)en ebenso erforderlich, wie eine Differenzierung von Stadtteilstrukturen, die Teilhabe eröffnen oder erschweren. Das Projekt wird in den Städten Wiesbaden (Westend, Biebrich), Fulda (Aschenberg) und München (Münchner Norden/Hasenbergl) durchgeführt.

Sichtweise älterer Migrant(inn)en quartiersbezogen erheben mit Blick auf:

  1. die  Netzwerke von Selbsthilfe und Selbstorganisation der älteren Migrant(inn)en,
  2. ihrer Sichtweisen auf die Probleme und Barrieren einer angemessenen Lebensführung im Alter,
  3. ihrer Vorstellungen darüber, wie ein solches Leben aussehen könnte, und schließlich
  4. was für sie in dieser Hinsicht angemessene Unterstützungsangebote im Quartier sowie der Gesamtstadt wären.
  5. Partizipative Projektentwicklung in den jeweiligen Sozialräumen in Kooperation mit den zuständigen Institutionen der Gemeinwesenarbeit, der Alten- und Migrations- bzw. Integrationsarbeit.
  6. Erarbeiten konkreter Ansätze der Selbstorganisation und Selbsthilfe älterer Migrant(inn)en
  7. Vernetzen dieser Strukturen im Quartier untereinander und für professionelle wohnortnahe Unterstützungsangebote.
  8. Öffnen der weitgehend individualisierten Beratungsangebote für ein selbständiges Leben im Alter und für eine Begleitung von Formen der Selbstorganisation und Selbsthilfe von Migrant(inn)en.
  9. Entwickeln – jeweils spezifisch – niedrigschwelliger Beratungs- und Unterstützungssysteme deren Einbindung in neue integrierte Formen der Planung und Steuerung von wohnortnahen Hilfeangeboten auf der regionalen Ebene;
  10. Etablieren dieser Systeme als nachhaltiger Bestandteil des örtlichen sozialen Netzwerkes, die in der Lage sind, sich dem in den nächsten Jahren stark ansteigendem Bedarf in diesem Feld anzupassen.
  11. Qualifizierung : Aus der so angestrebten Verbesserung der Kooperation von Professionellen und Nichtprofessionellen in diesem Feld ergeben sich Herausforderungen für neue Handlungsfelder und Berufsprofile bzw. eine entsprechende Qualifizierung der Fachkräfte in der Altenhilfe und -bildung oder auch Migrations- und Integrationsarbeit. Diese Qualifizierung soll im Projekt dadurch erreicht werden, dass das Personal der am Projekt beteiligten Praxispartner in die Forschung mit eingebunden wird.